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Landeshauptstadt München – Referat für Bildung und Sport

Impressum:

Landeshauptstadt München
Referat für Bildung und Sport

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Zentrales Immobilienmanagement oeffentlichkeitsarbeit.zim.rbs@muenchen.de
Bayerstr. 28
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Redaktion:
Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG
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80469 München redaktion@portalmuenchen.de

Videos: Benedikt Gradl, Sebastian Liebrandt
Fotos und Texte: Anette Göttlicher

Bildrechte: Anette Göttlicher, Benedikt Gradl

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Dies ist eine Multimedia-Reportage. Um die Inhalte zu erleben, einfach nach unten scrollen. Um zurückzukehren, nach oben scrollen oder die Navigation benutzen. Viel Spaß!

Die Grundschule Fröttmaninger Straße

Modernes Schulleben im historischen Gebäude

Die Grundschule an der Fröttmaninger Straße 21, von Kindern und Lehrkräften liebevoll „Frötti“ genannt, hat ihre Heimat in einem wunderschönen, historischen Walmdach-Gebäude aus dem Jahr 1926.

2018 wurde das Haus im Norden des Stadtbezirks Schwabing-Freimann aufwändig saniert – und ist nun eine moderne Schule mit neuester Technik, flexiblem Lernen und zahlreichen Projekten. Wie das ohne Neubau und in den historischen Räumen funktioniert, zeigt diese Multimedia-Reportage. Kommt mit und erlebt die Schwabinger Schule und ihre Kinder!

Der Projektsteckbrief

Grundschule Fröttmaninger Straße 21

Baumaßnahme: Generalinstandsetzung 3-zügige Grundschule mit 4-gruppigem Tagesheim, Sportnutzung und Interimsbauten

Genehmigte Projektkosten: ca. 29 Mio. Euro

Baubeginn und Fertigstellung: Baubeginn: August 2016 Fertigstellung: September 2019

Bauzeit: 3 Jahre

Bauherrin Referat für Bildung und Sport: Karin Schröttinger Projektleitung Baureferat: Andreas Gabriel

Die Grundschule an der Fröttmaninger Straße in Zahlen

  • 299 Schüler*innen
  • 30 Nationen
  • 14 Klassen
  • 22 Lehrkräfte
  • 3 Nachmittagsbetreuungen
  • 3200 Bücher in der Frötti-Bibliothek



Die „Fröttis“ erzählen, warum sie ihre Schule lieben:

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Gustav, Nazeer, Wesley, Mack & Sara lieben ihre Schule

Die Schule hat sogar einen eigenen Song: Das „Frötti-Lied“, bei dem es ums Lesen geht und das bei Anlässen wie der Einschulung oder auf Festen zusammen gesungen wird.

Wollt ihr mal reinhören und zuschauen? Bitte nach unten scrollen!



Das Frötti-Lied

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Außen historisch, innen modern

Ab 1918 wurde die Arbeiter-Siedlung „Alte Heide“ im Norden Schwabings erbaut. Hier lebten um die 500 Kinder, die über zwei Kilometer zu den nächsten Schulen in der Simmernstraße, Haimhauserstraße und Wilhelmstraße laufen mussten. Deswegen beschloss der Münchner Stadtrat am 8. Mai 1925 den Bau einer städtischen Volksschule für die Alte Heide.

Das prägnante, denkmalgeschützte Schulgebäude wurde 1926 bis 1928 nach Plänen von Hans Grässel erbaut. Im Hauptgebäude mit seinem hohen Walmdach und dem Uhrturm sind die Klassenzimmer in zwei Reihen angeordnet. Bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude schwer beschädigt.

Die Sanierung des historischen Schulhauses

„Ich bin sehr gerne hier, weil wir so ein wunderschönes Schulhaus haben.“

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Christine Neeser, Schulleiterin

Die Renovierung – das wurde gemacht

Das prägnante, denkmalgeschützte Schulgebäude wurde 1926 bis 1928 nach Plänen von Hans Grässel als städtische Volksschule erbaut. Im Hauptgebäude mit seinem hohen Walmdach und dem Uhrturm sind die Klassenzimmer in zwei Reihen angeordnet. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude schwer beschädigt.

Bis zur Sanierung durch das Münchner Architekturbüro Claus und Forster befand sich eine Förderschule im Haus – sie wurde ausgelagert, um die Räume im 4. Stock für die dreizügige Grundschule mit Tagesheim, Fachräumen und Verwaltung zu nutzen.

Grundschule, Turnhalle und die Außenanlagen wurden bei der Generalinstandsetzung technisch aufgerüstet und neu gestaltet.

Für die Barrierefreiheit wurde ein Aufzug eingebaut, außerdem gibt es einen behindertengerechten Zugang zu Treppenhaus 2.



Für Impressionen der renovierten Schule: Bitte scrollen!















Elternbeiratsvorsitzende Susanne Bäumler über das renovierte Schulhaus:

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Die Schlüsselübergabe

Eine Einweihungsfeier für die frisch renovierte Schule konnte im Jahr 2020 wegen der Pandemie nicht stattfinden – deswegen übergab das Referat für Bildung und Sport den Kindern, Lehrkräften und der Schulleitung der Grundschule an der Fröttmaninger Straße symbolisch einen großen Schlüssel.

Für Impressionen von der Übergabe: Bitte nach unten scrollen!







Die besondere Lage der Schule

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Schulleiterin Christine Neeser über den Sprengel der Grundschule:

Unser Sprengel geht von der Leopoldstraße im Westen bis zur Osterwaldstraße im Osten, die Alte Heide gehört dazu, 1926 gleichzeitig mit dem Schulhaus erbaut. Die Hälfte der Parkstadt Schwabing gehört zu uns, die Berliner Straße, das Hollandviertel und die Studentenstadt. So viele verschiedene Sprachen, Kulturen und Begabungen zu haben, ist eine besondere Herausforderung, aber auch eine Bereicherung. Mit der flexiblen Grundschule versuchen wir, dem zu begegnen.

Die Siedlung „Alte Heide“ – hier wohnten 1926 fünfhundert Kinder, für die die Schule gebaut wurde

„Für mich war immer klar, dass meine Kinder an die Fröttmaninger-Schule gehen!“

Die besondere Lage der Schule aus Elternsicht:

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Susanne Bäumler (Vorsitzende des Elternbeirats und Mutter von drei „Fröttis“

Die „Flexible Grundschule“

Schulleiterin Christine Neeser erklärt, wie das Prinzip funktioniert:

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Christine Neeser, seit 2014 Rektorin an der Fröttmaninger Straße

„Flexible Grundschule“ bedeutet, dass die ersten und zweiten Klassen gemeinsam unterrichtet werden. Die Schulanfänger werden von Zweitklässlern in Empfang genommen – als sogenannte „Paten“.

Je nachdem, ob die Erstklässler*innen die deutsche Sprache noch nicht sicher beherrschen – oder vielleicht sogar schon lesen und schreiben können, wenn sie in die Schule kommen – können sie die erste und zweite Klasse in drei, zwei oder manchmal auch einem Jahr durchlaufen. Danach wechseln sie in die dritte Klasse.

Der Vorteil: Jedes Kind kann dort abgeholt werden, wo es zum Schulbeginn steht. Die Kinder lernen nicht nur mit-, sondern auch voneinander.



Christine Neeser, Rektorin:

Wenn ein Kind aus der zweiten Klasse einem Erstklässler etwas erklärt, lernt es selbst etwas dabei.

Hier könnt ihr mal in so eine gemischte Klasse mit Erst- und Zweitklässlern reinschauen!

Claudia Kollmann und ihre flexible Klasse mit Kindern der 1. und 2. Jahrgangstufe





Lernhauskultur an einer Flurschule

Wird eine Schule in München neu gebaut, passiert das nach dem Lernhausprinzip: Klassenübergreifendes Unterrichten und das Arbeiten der Kinder in Teams wird gefördert. Architektonisch lösen diese neuen Schulgebäude die alten Flurschulen mit ihren geschlossenen Klassenzimmern ab. Mit viel Glas, offenen Räumen und „Marktplätzen“ in der Mitte der Lernhäuser wird das Lernhausprinzip unterstützt.



Die Grundschule an der Fröttmaninger Straße wurde aufwändig renoviert, barrierefrei gemacht und mit moderner Technik ausgestattet. Das Schulhaus an sich ist aber dasselbe wie vor fast 100 Jahren.

Die Herausforderung ist also: Wie setzt man das moderne Lernhauskonzept in einer Flurschule um?

Die Architektur ist nicht entscheidend, sondern das, was im Kopf passiert, findet Schulleiterin Christine Neeser:

„Wichtig ist, was im Kopf passiert!“

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Christine Neeser, Schulleiterin

Inspirationsquelle für die Schule an der Fröttmaninger Straße: der Schweizer Pädagoge Johann Heinrich Pestalozzi (1746 – 1827).



Lernen und Lehren auf moderne Weise

„Wir machen hier keinen Frontalunterricht wie vor 100 Jahren“, sagt Schulleiterin Christine Neeser, „im Vordergrund stehen Kommunikation und Interaktion“. Das heißt konkret: Teamarbeit, Unterricht in Gruppen, nicht immer im Klassenzimmer, sondern auch mal auf dem Flur oder im Freien, im „grünen Klassenzimmer“.



Dieses moderne Lernen bedeutet auch, dass der Einsatz von Technologie wie iPads und Smartphones und Inhalte wie Coden und Programmieren selbstverständlich sind.

Den Kindern jedenfalls macht's großen Spaß – wie ihr im Video sehen könnt, wenn ihr ein Stück nach unten scrollt.

„Robo Schmitz, lauf sieben Schritte nach vorne!“

Unterricht, der Kindern Spaß macht.





Das Projekt Trommeln

Musikpädagoge Claudio Wilner trommelt mit den Kindern – das fördert den Zusammenhalt, sorgt für Rhythmusgefühl und Bewegung. Während der Homeschooling-Zeit in der Pandemie wurde das beliebte Trommeln sogar online über die Kollaborationssoftware Teams fortgeführt.

Und so hört sich das an! (Bitte weiterscrollen ...)



Neben dem gemeinsamen Trommeln ist das Lesen ein wichtiger Baustein im Konzept der Grundschule an der Fröttmaninger Straße. Das Lesen als Basis nicht nur für den Unterricht, sondern für das ganze (Schul)Leben der Kinder. Warum die Schule sich zurecht „Leseschule“ nennt und wie das Team aus Lehrkräften und Eltern die Kinder für Bücher und das Lesen begeistert, erfahrt ihr hier:



Leseschule mit Bibliothek

In der Bücherei der Grundschule, der „Frötti-Bib“, gibt es über 3200 Bücher zur Ausleihe. Die Ausleihquote ist sehr hoch: jedes Kind leiht mindestens ein Buch pro Woche aus, die meisten zwei.

„Es gibt kein Kind, das wir nicht zum Lesen motivieren können!“

Michaela Hutterer aus dem Team der Frötti-Bibliothek über das Glück, Kinder zum Lesen zu bringen:

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Die Frötti-Bibliothek funktioniert nach dem Viellesekonzept, entwickelt von Dr. Richard Sigel (LMU München).

Es gibt fünf Lesestufen, die aber nicht zwingend der jeweiligen Klassenstufe entsprechen. Ziel ist, jedem Kind das für es richtige Buch zu geben, es weder zu unter- noch zu überfordern, damit es beim Lesen ein Erfolgserlebnis hat.

So kann das Kopfkino entstehen, mit dem oft eine lebenslange Liebe zum Lesen ihren Anfang nimmt.

„Lesen bedeutet für die Kinder: Das Kopfkino startet!“

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Bibliotheks-Leiterin Michaela Hutterer über die Leseschule Fröttmaninger Straße und das Viellesekonzept

Die Grundschule an der Fröttmaninger Straße ist aber nicht nur Leseschule, sondern auch „Grüne Schule“ – die Kinder engagieren sich ganz konkret für den Klima- und Umweltschutz, zum Beispiel mit dem Mülltrennungs-Projekt.

Das Mülltrennungs-Projekt

„Die Kinder machen sich Gedanken und Sorgen um Klima und Umwelt“, sagt Martin Fuchsberger, Lehrer an der Grundschule an der Fröttmaninger Straße. Deswegen findet er es gut, nicht nur mit den Schüler*innen über diese Thematik zu sprechen, sondern konkret etwas zu tun: „Wir haben sofort JA gesagt, als die Stadt München das Pilotprojekt zum Thema Mülltrennung ins Leben gerufen hat.“



So funktioniert das Umweltschutz-Projekt: Ein Schüler und ein Lehrer erzählen.

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Gustav aus der 4d engagiert sich für den Klimaschutz – unterstützt wird er dabei von Lehrer Martin Fuchsberger

Die Grundschule an der Fröttmaninger Straße ist keine Ganztagsschule – dennoch gibt es direkt in und an der Schule genügend Möglichkeiten, um die Kinder am Nachmittag gut betreut zu wissen.



Und am Nachmittag?

Die Betreuungsmöglichkeiten an der Grundschule Fröttmaninger Straße

1. Der Städtische Hort

Im Hort „F19“ direkt neben der Grundschule werden 140 Kinder betreut. Es gibt unter anderem einen Kickerraum, einen Indoor-Spielplatz, Räume fürs Mittagessen, eine Hausaufgabenbetreuung, eine Halle zum Fußballspielen und sogar eine horteigene Disco.



2. Das Tagesheim

Bis zu 100 Kinder können im Tagesheim in der Fröttmaninger Straße betreut werden – nach Jahrgangsstufen in Gruppen aufgeteilt.

Erzieher Severin Denk über die Vernetzung mit den Lehrkräften der Schule:

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3. Die Mittagsbetreuung „Fröttmaninger Frechdachse“

65 Kinder können in zwei Gruppenräumen betreut werden – während der Schulzeit bis 16 Uhr, außerdem in fünf Ferienwochen.



„Lieber Herr Kraus, ich hab da mal ne Frage an dich!“

Die Kinder der Grundschule an der Fröttmaninger Straße wollten Dinge von Stadtschulrat Florian Kraus wissen. Zum Beispiel: Was kostet eigentlich eine Schule?



Der Leiter des Referats für Bildung und Sport beantwortet die Fragen der Kinder im Video:

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Florian Kraus, Leiter des Referats für Bildung und Sport