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Schule neu denken – das leistet das Münchner Lernhaus. Es führt zu weitgehenden Veränderungen nicht nur bei Grundrissen und Quadratmetern, sondern auch bei der Frage, wie Kinder und Jugendliche heute lernen. Wo früher lange Flure und abgetrennte Klassenzimmer den Schulalltag prägten, entstehen nun Lernhäuser mit offenen Bereichen, Gruppenräumen und Rückzugsecken. Ganztag, Inklusion und individuelle Lernwege werden dadurch leichter umsetzbar – und alle profitieren davon, von den Schüler*innen über die pädagogischen Fachkräfte bis zum Stadtviertel.
Das Münchner LERNHAUS ist der räumliche und organisatorische Bauplan für eine Schule, die den ganzen Tag über als Lern- und Lebensort funktioniert – egal ob an der Grundschule, Mittel- oder Realschule oder am Gymnasium. Ein nachhaltiges Konzept, von dem nicht nur die Schüler*innen profitieren, sondern das ganze Quartier.
In dieser Multimedia-Reportage präsentieren wir das Münchner Lernhauskonzept am Beispiel der Grundschule an der St.-Veit-Straße in Berg am Laim und des Gymnasiums Freiham. Und vor allem: mit den Menschen, die jeden Tag hier lernen, arbeiten und leben.
Was ist das eigentlich, das Lernhausprinzip? Wie könnte man das besser erklären als mit einem Besuch bei Schüler*innen, pädagogischen Fachkräften, und wo besser als im Herz jeder neuen Schule: dem Lernhaus.
Ein Lernhaus ist eine kleine Schule in der großen Schule: ein klar abgegrenzter Bereich, in dem mehrere Klassen sich mit ihrem Pädagog*innenteam kontinuierlich weiterentwickeln. Um ein zentrales Forum gruppieren sich vier (Grundschule) bis sechs (weiterführende Schule) Klassenzimmer, Differenzierungs- und Ganztagsräume, Teamraum, Inklusions- und Rückzugsräume sowie eine eigene Toiletteneinheit. Garderoben, Spinde und kurze Wege machen das Lernhaus zu einem überschaubaren Lebensraum, in dem Kinder ankommen, den Tag verbringen und über Jahre hinweg in stabilen Beziehungen begleitet werden.
Einfach mit der Maus auf die roten Punkte im Plan gehen, um das Lernhaus zu erkunden und mehr zu erfahren!
Aufklappen, um die Antwort zu lesen:
Ein Lernhaus bietet dabei Platz für etwa 90 bis 100 Kinder und Jugendliche und bildet jeweils eine überschaubare „kleine Schule in der großen Schule“. Die Anzahl der Lernhäuser hängt von der Anzahl der Jahrgangsstufen (Züge) ab. In der Regel sind es bei Neubauten 4 bis 6 und an weiterführenden Schulen 4 bis 8 einzelne Lernhäuser. Am gesamten Bildungscampus Freiham sind es 13.
* kann je nach Zügigkeit abweichen
Über die roten Punkte gibt's Einblicke und mehr Infos zu den einzelnen Bereichen
Stadtschulrat Florian Kraus, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Bildungsexperte Eduard Arndt, Schulleiter Thomas Schranner und Schulleiterin Vera Reindl über das Lernhauskonzept
Das Münchner Lernhauskonzept hat bundesweit Maßstäbe gesetzt. Es steht für einen Paradigmenwechsel: Weg von der Flurschule hin zur Lernhausschule.
Florian Kraus, Stadtschulrat
Menschen prägen Räume, Räume prägen Menschen. Und das gilt ganz besonders hier für diese Lernhäuser.
Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Baureferentin
Unsere Lernhäuser sind kleine Schulen in der großen Schule, in der Kinder und Pädagog*innen gemeinsam über die ganze Schulzeit hinweg Lernwege entwickeln – ohne ständige Wechsel, aber mit kontinuierlicher Begleitung.
Eduard Arndt
Leiter Stabsstelle Bildungsstrategie
im Referat für Bildung und Sport
Das Lernhauskonzept unterstützt uns in unserer Pädagogik, die eine große Maxime hat: maximale Schüleraktivierung bei optimaler Individualisierung.
Peter Schmidt (l.)
Stellvertretender Schulleiter Gymnasium Freiham
Durch die Bauart hat man die Kinder immer im Blick. Die Räume sind nach den Bedürfnissen der Kinder gebaut, ob das jetzt Ruhe ist, ob das Bewegung ist. Diese Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kinder macht es aus.
Lily Kroiß (l.)
Leitung Kooperative Ganztagsbildung
Grundschule an der St.-Veit-Straße
Im Lernhaus wird Schule zu einem Raum, in dem Neugier, Austausch, Gemeinschaft und Lernen zusammenfinden. Schüler*innen schätzen daran vor allem die Freiheit, den Lernort zu wählen, sich gegenseitig zu helfen – und sogar richtig Spaß in und an der Schule zu haben.
Im Forum eines Lernhauses
Im Lernhausforum kann man auch mal alleine lernen – und es ist nicht so laut!
Julian und Kati aus der Fünften
Im Lernhaus hat man viel mehr Freiheit!
Julius aus der 5. Klasse im Gymnasium Freiham
Nina, 11. Klasse am Gymnasium Freiham
Anna, ebenfalls Klasse 11
Was jetzt unsere Mitschüler*innen sind, sind später unsere Kolleg*innen!
Nina, Gymnasium Freiham
Ein schöner Schultag ist, wenn wir viel Partnerarbeit machen dürfen.
Henry (9) aus der 4. Klasse
Medina (10) aus der 4. Klasse
Klicken, um mehr zu erfahren:
... hat die Landeshauptstadt München im Rahmen der Bildungsbauoffensive bislang in Schulen, Kitas und Sportanlagen investiert – die größte kommunale Bildungsbauoffensive Deutschlands.
... umfasst die Schulbauoffensive in sechs Programmen. Fast alle neuen Schulen entstehen nach dem Münchner Lernhauskonzept.
... sind durch die bisherigen Schulbauprogramme an Münchens Schulen entstanden – ein Teil davon durch die neuen Schulen mit Lernhauskonzept.
... fasst ein beispielhaftes Lernhaus in einer vierzügigen Grundschule mit vier Unterrichtsräumen, zwei Ganztagsräumen, einem zentralen Mehrzweckbereich und einem Teamraum.
... bündelt ein Lernhaus in der Regel, ergänzt um Gruppenräume, einen zentralen Mehrzweckbereich und einen Teamraum für das Team aus pädagogischen Fachkräften.
... misst ein Klassen- oder Kursraum in weiterführenden Schulen, rund 120 Quadratmeter der offene Mehrzweckbereich und etwa 50 Quadratmeter der Teamraum.
In den neu gebauten Münchner Schulen gruppieren sich mehrere Klassenzimmer, ein Teamzimmer, Multifunktionsräume und Sanitäranlagen um die Lernhausmitte, auch Forum oder Pädagogische Mitte genannt.
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Nochmal durch die Grundrisse spazieren?
Das Ziel: Die Kinder sollen vom Anfang bis zum Ende ihrer Zeit an einer Schule kontinuierlich von denselben pädagogischen Fachkräften begleitet werden. Dazu Eduard Arndt, Leiter der Stabsstelle Bildungsstrategie im Referat für Bildung und Sport:
Das Ziel des Münchner Lernhauskonzepts
Der große Unterschied ist das selbstbestimmte Lernen. Das ist auch eines unserer großen Ziele, die wir unseren Schüler*innen vermitteln wollen. Das ist hier möglich! Die Kinder sind sehr viel motivierter und lernen besser, wenn sie sich ihre Lernumgebung selbst aussuchen dürfen.
Vera Reindl, Schulleiterin
Grundschule an der St.-Veit-Straße
Yusuf und Moritz aus der 7. Klasse des Gymnasiums Freiham
Das Schönste am Lernhauskonzept ist diese hervorragende Zusammenarbeit im pädagogischen Wirken zwischen den Lehrkräften, den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und der Schulleitung. Und wir merken an diesen Erfolgen, an den Kindern, was ein Lernhauskonzept für tolle Ergebnisse mit sich bringt.
Peter Schmidt
Stellvertretender Schulleiter Gymnasium Freiham
Weg von der Flurschule. Das ist nicht nur der Entwurf und Bau einer neuen Architektur, das bedeutet im Schulalltag: Weg von 45 oder 90 Minuten Frontalunterricht im Klassenzimmer. Der Fachunterricht wird in kleinere Einheiten aufgeteilt und die Schüler*innen hören nicht nur zu, sondern probieren aus, planen, reflektieren, fragen nach und präsentieren ihren Lernerfolg. Pädagog*innen stehen unterstützend zur Seite.
Oder, wie ein Schüler es ausdrückt:
Die Lehrer laufen frei rum!
Lennon, 11. Klasse
Lernen in einer Lernhausschule, das bedeutet für die Schüler*innen:
Selbstorganisiertes Lernen ist ein zentrales Prinzip im Münchner Lernhaus: Kinder und Jugendliche suchen sich ihren Lernort, planen Aufgaben zunehmend selbstständig und übernehmen Verantwortung für ihren Lernfortschritt. Im Zentrum stehen dabei nicht mehr Frontalunterricht und starre 45-Minuten-Einheiten, sondern kurze Inputs, nach denen die Schüler*innen im Forum, in Gruppenräumen oder Rückzugsbereichen weiterlernen.
Die Architektur unterstützt dieses Lernen: Das Forum als Pädagogische Mitte. Hochtische, Sofas, Bühnen und vielfältige Sitzgelegenheiten machen es möglich, dass Lernende ihren Lernort passend zur Aufgabe frei wählen können. Lehrkräfte wechseln dabei vom Wissensvermittler zur Lernbegleitung: Sie strukturieren Lernaufgaben, beobachten, beraten und fördern Teamarbeit, statt permanent zu instruieren.
Der Raum als dritter Pädagoge!
Ute Schmidt-Prior, pädagogische Fachkraft am Gymnasium Freiham
Selbstorganisiertes Lernen wird schrittweise aufgebaut. Jüngere orientieren sich an älteren Jahrgängen, lernen an deren Beispiel konzentriertes Lernen im offenen Raum und erwerben nach und nach Methodenkompetenzen, um ihren Tag selbstorganisierter zu gestalten. Die Lernhausstruktur mit festen Teams und einer überschaubaren „Schulfamilie“ schafft dafür eine vertraute Umgebung, in der Beziehungen, Feedback und gemeinsames Lernen über mehrere Jahre hinweg wachsen können.
Leitung der Grundschule St.-Veit-Straße: Lily Kroiß (KoGa) und Vera Reindl
Das Prinzip gilt nicht nur für das Lernen am Vormittag, sondern für den ganzen Tag, für das Leben an der Schule:
Lily Kroiß, Leitung Kooperative Ganztagsbildung an der Grundschule St.-Veit-Straße
Im Münchner Lernhaus steht ein pädagogisches Konzept im Mittelpunkt, das Lernen als gemeinsamen, ganzheitlichen Prozess versteht: Fachwissen, Methodenkompetenz und soziale Fähigkeiten werden bewusst miteinander verknüpft. Statt klassischer Flurschule mit isolierten Klassenräumen bilden Lernhäuser kleinere „Schulen in der großen Schule“, in denen Jahrgangsteams, Ganztagspädagogik und weitere Fachkräfte eng zusammenarbeiten. Durch diese Struktur entstehen stabile Beziehungen, klare Zuständigkeiten und eine Lernumgebung, in der Kinder über mehrere Jahre hinweg verlässlich begleitet werden.
Cora Erfkämper und Jannika Hornig
In der Grundschule ermöglicht das Lernhaus einen sanften Einstieg ins Schulleben: Garderoben, Lernräume, Forum, Rückzugs- und Inklusionsräume sind räumlich nah beieinander, sodass ein geschütztes, überschaubares Umfeld entsteht. Kinder können zwischen verschiedenen Lernorten wechseln, im Forum gemeinsam lernen oder sich für konzentrierte Phasen zurückziehen, während ein pädagogisches Team den ganzen Tag über präsent bleibt. Ganztag und Unterricht greifen dabei ineinander, wodurch Lern- und Betreuungszeiten nicht getrennt, sondern als durchgehender Bildungs- und Lebensraum gestaltet werden.
Im Gymnasium setzt das Konzept verstärkt auf selbstorganisiertes Lernen, projektorientierte Formate und fächerübergreifende Zusammenarbeit. Große Foren, Gruppenräume und flexible Möblierung ermöglichen Stationenlernen, Theaterprojekte oder MINT-Angebote, bei denen Jugendliche ihren Lernweg, das Tempo und den Lernort stärker mitbestimmen. Lehrkräfte verstehen sich zunehmend als Lernbegleiter*innen: Sie strukturieren Lernaufgaben, organisieren Teamarbeit und fördern Verantwortung, statt nur Inhalte frontal zu vermitteln.
Der persönlichere Kontakt zu meinen Lernenden wirkt sich auf die gute Stimmung aus.
Ute Schmidt-Prior, Gymnasium Freiham
Inklusion ist im Münchner Lernhaus kein Zusatzangebot, sondern fester Bestandteil des Alltags: Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen lernen gemeinsam in einem überschaubaren Lernhaus, statt in getrennten Systemen oder gar Schulen. Spezielle Förderangebote – etwa Therapie, Sprachförderung oder Unterstützung durch Schulbegleitungen – kommen zu den Kindern und Jugendlichen ins Lernhaus. Dadurch können die Schüler*innen in ihrer vertrauten Gruppe bleiben und werden nicht aus dem sozialen Gefüge herausgelöst.
Wichtig: Das Kind kann in seiner Klasse bleiben und bekommt trotzdem die spezielle Begleitung, die es benötigt
Eduard Arndt
Eduard Arndt, Leiter Stabsstelle Bildungsstrategie im Referat für Bildung und Sport
Die räumliche Struktur unterstützt diesen Ansatz: Jedes Lernhaus verfügt über eigene Inklusions- und Rückzugsräume, in denen Kinder je nach Bedarf Ruhe, Förderung oder individuelle Begleitung finden können. Gleichzeitig sorgen Sichtverbindungen durch Glas und offene Foren dafür, dass Lehrkräfte und pädagogische Teams alle Kinder im Blick behalten und schnell reagieren können, ohne sie zu isolieren.
Annegret von Becker unterrichtet Kooperationsklassen an der Grundschule St.-Veit-Straße:
Das Lernhausprinzip ist für die Inklusion gut geeignet, da wir hier verschiedene Räume haben, in denen sich die Kinder zum Teil auch selbstständig bewegen können. Dadurch sind sie viel motivierter! Die Kinder werden nur kurzzeitig aus der Klasse herausgenommen, sie müssen keine andere Schule besuchen, sondern werden hier im Klassenverband betreut.
Annegret von Becker
Im multiprofessionellen Team arbeiten Lehrkräfte, Ganztagspädagogik und Fachkräfte der Jugendhilfe eng zusammen, um für jedes Kind passende Lern- und Unterstützungsformen zu entwickeln. Dadurch erleben die Schüler*innen Diversität als Normalität: Im gemeinsamen Lernen und Spielen verschwimmen Grenzen. Inklusion ist für die Lerngruppe ein selbstverständliches Miteinander, kein Sonderfall.
Ganztag: im Münchner Lernhauskonzept ist das nicht bloß Betreuung, sondern Teil eines durchgängigen Bildungs- und Lebensraums von morgens bis nachmittags. Mit der Kooperativen Ganztagsbildung (KoGa) arbeiten Schule und Kinder- und Jugendhilfe als Gemeinschaft unter einem Dach zusammen, nutzen dieselben Räume und entwickeln gemeinsame pädagogische Konzepte. Für die Kinder entstehen so verlässliche Tagesstrukturen mit fester Bezugsperson und klaren Ritualen, in denen Unterricht, Lernzeit, Freizeit und Förderung ineinandergreifen – statt in getrennten Systemen stattzufinden.
Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Baureferentin
Ab 1. August 2026 wird der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder stufenweise eingeführt. München setzt dabei ausdrücklich auf KoGa und Lernhäuser als zentrale Säulen, um den Rechtsanspruch mit qualitativ hochwertiger Bildung und Betreuung zu erfüllen – neben Horten, Mittagsbetreuungen und offenem Ganztag. Die Lernhausarchitektur mit Foren, Funktionsräumen und pädagogischer Mitte unterstützt diese Rhythmisierung, weil Räume vormittags für Unterricht und nachmittags für KoGa-Clubs, Projekte und freie Spielangebote genutzt werden können.
Florian Kraus, Referent für Bildung und Sport
Der Kooperative Ganztag im Lernhaus gestaltet die Lern- und Lebenswelt der Kinder ganzheitlich und geht damit weit über eine Nachmittagsbetreuung hinaus. Durch die enge Verzahnung von Unterricht und Ganztag können Kinder individuell gefördert, soziale Kompetenzen gestärkt und Chancen gerechter verteilt werden – ein entscheidender Baustein, um Familien in einer wachsenden Stadt wie München zu entlasten und gleichzeitig Bildungskarrieren zu sichern.
Hospitationen der KoGa-Fachkräfte im Unterricht, gemeinsame Elterngespräche und abgestimmte Methoden sorgen zudem dafür, dass Vormittag und Nachmittag pädagogisch an einem Strang ziehen.
Der Besuch der Mensa markiert den Übergang zwischen Vor- und Nachmittag, zwischen Unterricht und Lern- bzw. Freizeit.
Neben dem regulären Sportunterricht gibt es am Nachmittag viele Bewegungsangebote: Von Basketball über Yoga bis zu Fußball und Leichtathletik. Und natürlich: Viel freie Spielzeit, am besten draußen!
Lily Kroiß, Leitung Kooperativer Ganztag an der Grundschule St.-Veit-Straße
Das Lernhaus bietet große Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche.
Eva Hager
Gymnasium Freiham
Eva Hager, Gymnasium Freiham
Dieses Prinzip gilt im Lernhaus doppelt, weil hier Pädagogik und Architektur bewusst zusammengedacht werden. Das Lernhauskonzept ist kein erledigter Modellversuch, sondern ein langfristiger Entwicklungspfad, der Kompetenzen für eine unübersichtliche Zukunft fördert und den Rechtsanspruch auf Ganztag räumlich wie organisatorisch trägt. Für die Schüler*innen bleibt entscheidend, dass diese Räume sich nach ihrem Alltag anfühlen: überschaubar, zugehörig, mit Möglichkeiten zum konzentrierten Lernen, Spielen, Chillen und Ausprobieren.
Gleichzeitig wächst das Lernhaus immer stärker in den Stadtteil hinein: Die Landeshauptstadt denkt Schulen als Begegnungsorte, die Sportflächen, Bibliotheken, Kreativräume und Versammlungsflächen integrieren und damit das Quartier mitversorgen. Für viele Schüler*innen sind diese Gebäude längst nicht mehr nur Lern-, sondern Lebensorte – sie bleiben freiwillig länger, weil es dort Orte zum Spielen, Musizieren oder Abschalten gibt. Die Zukunft des Lernhauses in München liegt deshalb nicht im spektakulären Einzelfallbau, sondern in einem robusten, nachhaltigen Typus, der sich mit jeder Generation von Kindern weiterentwickelt.
Schule ist heute nicht mehr nur Schule, sondern hoffentlich ein Begegnungsort fürs ganze Quartier.
Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer
Baureferentin
Die Baureferentin im Video:
Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer
Das Lernhaus entspricht den neuesten pädagogischen Überlegungen – und damit gehört dem Lernhaus die Zukunft.
Thomas Schranner
Schulleitung Gymnasium Freiham
Das Lernhaus ist ein idealer Ort für Demokratie und Partizipation.
Florian Kraus
Referent für Bildung und Sport
Florian Kraus über Demokratie im Lernhaus