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Jugendstil trifft Zukunft: Nach der umfassenden Generalsanierung durch die Landeshauptstadt München verbindet das „Oskar“ historische Architektur mit modernen Lernräumen, einem neuen MINT-Erweiterungsbau und unterirdischen Sporthallen.
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Die Schule wurde von König Ludwig II. am 14. Mai 1864 als erste des neuen Typs „Realgymnasium“ in Bayern gegründet. Mehr als 1.000 Schüler*innen gehen heute im Oskar-von-Miller-Gymnasium ein und aus. Hinter der denkmalgeschützten Fassade trifft historische Architektur auf moderne Klassenzimmer, neue pädagogische Konzepte und barrierefreie Gestaltung.
Diese Multimediareportage führt durch das „Oskar“ im neuen Glanz – vom restaurierten Jugendstil-Ensemble über moderne Unterrichts- und Fachräume bis hin zum MINT-Tower und den Sporthallen tief unter der Erde. Sie zeigt, wie München historischen Schulbau für kommende Generationen weiterentwickelt.
Raumprogramm | 40 Klassen, 16 Fachklassen, zwei unterirdische Einfachsporthallen, Aula und Mensa als öffentliche Versammlungsstätte |
Bauherrin | Referat für Bildung und Sport, Zentrales Immobilienmanagement, Claudia Ulbricht |
Projektleitung Baureferat | Christine Roth, Thomas Felkner, Zeynep Polat |
Baubeginn | August 2018 |
Baufertigstellung | März 2023 |
Entwurfs- und Ausführungsplanung | BPA Braun Architekten Partnerschaft, München
Christoph Maas Architekturbüro, München
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Bauleitung | BPA Braun Architekten Partnerschaft, München
Christoph Maas Architekturbüro, München
IBR Ingenieure, München
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Haustechnik | Ingenieurbüro Helfrich, Wörthsee |
Elektroplanung | Geyer & Fels Ingenieurbüro für Elektrotechnik, Huglfing |
Tragwerksplanung | ARGE Statik PGB Planungsgruppe Brachmann, München
TISCHNERPACHE Ingenieure, Dachau |
Projektsteuerung | Deventer+Partner Beratende Ingenieure, München
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Freianlagen | realgrün Landschaftsarchitekten, München |
Kunst am Bau | Prof. Albert Hien, München |
Baukosten (zusammen mit
dem Maximiliansymnasium) | 165,36 Millionen Euro |
1912 zog das damalige Alte Realgymnasium in den zwischen 1910 und 1912 nach Plänen des Münchner Architekten Karl Höpfel errichteten Neubau an der Siegfriedstraße ein. Seit 1966 trägt die Schule den Namen des Ingenieurs Oskar von Miller, eines ehemaligen Schülers und Gründers des Deutschen Museums. Zu den bekannten Absolventen zählen unter anderem Christian Ude, Willy Bogner und Michael Bully Herbig.
Das Oskar-von-Miller-Gymnasium und das benachbarte Maximiliansgymnasium teilen sich einen denkmalgeschützten, U-förmigen Bau in Schwabing.
Über hundert Jahre nach seiner Errichtung stand der historische Schulkomplex vor einer grundlegenden Erneuerung: Brandschutz und Haustechnik entsprachen nicht mehr den Anforderungen, zugleich verlangten moderne pädagogische Konzepte nach flexiblen und barrierearmen Räumen. Die Landeshauptstadt München reagierte mit einer umfassenden Generalsanierung und Erweiterung – mit dem Ziel, die historische Architektur zu bewahren und die Schule zugleich für die Zukunft zu rüsten.
Investitionen von rund 165 Millionen Euro und ein denkmalgeschützter Gebäudekomplex mitten in Schwabing: Die Generalsanierung des Oskar-von-Miller-Gymnasiums ist ein Vorzeigeprojekt der Münchner Bildungsbauoffensive und gehört zu den größten Schulbauprojekten Münchens der vergangenen Jahre.
Historische Bausubstanz wurde restauriert, Dächer und Tragwerk erneuert, moderne Haustechnik und Brandschutz integriert. Gleichzeitig entstanden neue Unterrichtsräume im Dachgeschoss und Souterrain, ein Erweiterungsbau mit modernen Fachlehrsälen sowie zwei unterirdische Sporthallen unter dem Pausenhof.
Insgesamt wuchs die Nutzfläche der Schule dabei von rund 5.000 auf etwa 7.200 Quadratmeter – ein Zuwachs von mehr als 2.000 Quadratmetern für Unterricht, Sport und Schulleben.
Die Baustelle der beiden unterirdischen Sporthallen
Die Aula
Das Dach
Die Aula
12 Meter tief wurden die Sporthallen unter den Pausenhof gebaut
Der Dachstuhl vor der Sanierung, bei der er mit Stahlbindern verstärkt und anschließend neu eingedeckt wurde
Der Gang im 2. Obergeschoss des Oskars in 2019 – damals noch mit dunkelgrünen Türen
Flur im 2. Stock mit der späteren Sitzmöglichkeit
Fast fertig ...
Der eingerüstete, 48 Meter hohe Turm, das Wahrzeichen des Oskars
Der Turm von innen
Blick vom Turm auf den neuen Erweiterungsbau
Nach Abschluss einer Generalinstandsetzung ist kaum zu erahnen, welch enorme Arbeit dahintersteckt. Energetische Sanierung, statische Ertüchtigung und unzählige Handgriffe verlangen Zeit, Sorgfalt und handwerkliches Können.“
Christine Roth, Projektleitung
(c) Seeberger.Buss Fotografie, Sebastian Liebrandt
Rund zwölf Meter unter dem gemeinsamen Pausenhof von Oskar und Max wurden zwei unterirdische Sporthallen gebaut. Der Bau erforderte aufwändige Aushubarbeiten, neue Bodenplatten und massive Betonwände. Heute bieten die Hallen zusätzliche, wetterunabhängige Sportflächen für beide Gymnasien, nutzen den begrenzten innerstädtischen Raum effizient und sorgen langfristig für Entlastung im Sportunterricht.
Trotz beengter Innenstadtlage ist es gelungen, neuen Raum zu schaffen: Ein Erweiterungsbau, ausgebaute Dachstühle, neu gewonnene Räume im Untergeschoss und eine vielseitig nutzbare Aula prägen das Ensemble. Ein architektonisches Highlight sind die unterirdischen Sporthallen – sie verbinden technische Raffinesse mit dem Erhalt wertvoller Freiflächen.“
Thomas Felkner, Projektleitung
Regler schieben, um die Verwandlung zu sehen:
Im Zuge der Generalsanierung wurde die ehemalige Turnhalle Schritt für Schritt entkernt, statisch ertüchtigt und an eine neue Lüftungszentrale im zweiten Untergeschoss angebunden. Heute dient der Raum als barrierefreie Aula und Mensa und ist als öffentliche Versammlungsstätte für bis zu rund 400 Personen zugelassen – ein neuer Mittelpunkt für Schulleben, Konzerte und Veranstaltungen.
Regler schieben, um die Transformation zu sehen:
Zwischen 2019 und 2021 wurde der hölzerne Dachstuhl des Oskars grundlegend saniert, mit Stahlbindern verstärkt und neu gedeckt, um Tragfähigkeit und Brandschutz dauerhaft zu sichern. Im ausgebauten Dachgeschoss entstanden neue Kursräume und Aufenthaltsbereiche für die Oberstufe. Der dritte Stock dient heute als ruhiger Lernbereich für die Jahrgangsstufen 12 und 13 – ein Beispiel dafür, wie sich das Münchner Lernhauskonzept auch im historischen Altbau umsetzen lässt.
Der rund 48 Meter hohe Turm des Oskar-von-Miller-Gymnasiums – weithin sichtbares Wahrzeichen der Schule – wurde im Zuge der Generalsanierung ab 2018 aufwendig restauriert. Fassade und Naturstein wurden sorgfältig instand gesetzt, der Turm statisch gesichert und der historische Glockenstuhl wiederhergestellt. Gleichzeitig musste moderner Brandschutz in die denkmalgeschützte Struktur integriert werden – eine anspruchsvolle Aufgabe, die besondere Sorgfalt erforderte. Bis Anfang 2023 waren die Arbeiten weitgehend abgeschlossen.
Regler schieben, um die Transformation zu sehen:
Der Flur im zweiten Stock zeigt beispielhaft, wie historische Architektur und moderne Schulräume heute zusammenwirken. Die restaurierten Elemente des Altbaus – hohe Decken, große Fenster und lange Sichtachsen – prägen weiterhin die Atmosphäre. Gleichzeitig wurde der Bereich technisch und funktional erneuert. Heute dient der Flur nicht nur als Verbindung zwischen den Klassenzimmern, sondern auch als Aufenthalts- und Begegnungsraum im Schulalltag.
Estella und Leopold lernen und lesen im neu ausgebauten Dachgeschoss
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Schon im Schuljahr 2023/24 konnten die Schüler*innen und Lehrkräfte des Oskars aus dem Interimsquartier an der Ungererstraße in ihre frisch generalsanierte Schule zurückkehren. Am 24. September 2024 fand dann die offizielle Einweihungsfeier am Oskar-von-Miller-Gymnasium statt.
V.l.n.r: Stadtrat Florian Schönemann, Stadtdirektor Detlev Langer, Stadtschulrat Florian Kraus, Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Staatsministerin Anna Stolz, Bürgermeisterin Verena Dietl, Schulleiterin Angelika Schneider, Konrektor Michael Haider und Ministerialbeauftragter Gerhard Maier
Das neue „Turmstüberl“
Kunst am Bau
Kunst am Bau
Der Haupteingang
Das sanierte Treppenhaus
Der MINT-Tower
Im MINT-Erweiterungsbau
Latein im Klassenzimmer, Jazzprobe im Musiksaal, Experimente im neuen MINT-Tower: Am Oskar-von-Miller-Gymnasium treffen klassische Bildung und moderne Lernwelten aufeinander. Einige Schüler*innen beginnen hier bereits in der fünften Klasse mit Latein, später kommen Französisch oder Italienisch hinzu – im AbiBac-Zweig sogar mit deutsch-französischem Doppelabitur. Gleichzeitig prägen Naturwissenschaft, Musik, Theater und zahlreiche Schülerprojekte das Schulleben. Das Oskar verbindet damit Tradition und Zukunft – mitten in Schwabing.
Viele Schülerinnen und Schüler kommen zu uns, weil sie sich besonders für Sprachen interessieren – vom grundständigen Latein bis zum AbiBac.“
Angelika Schneider
Schulleiterin
Mit dem neuen MINT-Tower hat der naturwissenschaftliche Unterricht deutlich mehr Raum bekommen. Auf mehreren Etagen liegen Fachräume für Biologie, Chemie, Informatik und Natur und Technik – ausgestattet für experimentellen Unterricht und gemeinsames Arbeiten.
Die neuen Labore sind heller, moderner und viel besser ausgestattet – dadurch können wir ganz anders experimentieren.“
Nadine Herzig, Lehrerin
Auch kulturell ist am Oskar viel los. Chöre, Bands, Orchester, Theatergruppen und große Musicalproduktionen gehören zum festen Bestandteil des Schullebens. Viele Schüler*innen engagieren sich über Jahre hinweg in den Ensembles und gestalten Aufführungen selbst mit.
Am Oskar engagieren sich viele Schüler*innen weit über den Unterricht hinaus. In der Schülervertretung und in verschiedenen Arbeitskreisen organisieren sie Projekte, Veranstaltungen oder soziale Aktionen – vom Umwelt-AK bis zu Workshops oder Spendenaktionen. Für viele gehört dieses Engagement selbstverständlich zum Schulalltag.
Am Oskar gibt es unglaublich viele Möglichkeiten, sich einzubringen und selbst Projekte auf die Beine zu stellen.“
Estella
Schülerin
Viele Schüler*innen schätzen besonders das Miteinander an der Schule – trotz über 1000 Schüler*innen, die das Oskar besuchen. Projekte der Schülervertretung, Arbeitskreise und gemeinsame Veranstaltungen verbinden die Jahrgangsstufen miteinander.
Das Oskar-von-Miller-Gymnasium liegt nur wenige Schritte von der Münchner Freiheit entfernt – mitten im lebendigen Stadtteil Schwabing. Der große Pausenhof mit alten Kastanienbäumen wirkt wie ein Rückzugsort im Trubel der Stadt. Viele Schüler*innen kommen aus der Umgebung, und die Schule versteht sich selbst als Teil des kulturellen Lebens im Viertel.
Der Pausenhof ist wie ein kleines Refugium im quirligen Viertel rund um die Münchner Freiheit.“
Angelika Schneider
Schulleiterin
unterrichtet seit 10 Jahren Biologie, Chemie und Natur und Technik am Oskar
Die Atmosphäre in den neuen Räumen ist toll. Man hat Licht, Platz und den Blick über den Schulhof – da macht Unterricht sogar noch mehr Freude.“
Englisch, Geschichte und Informatik
Der Kontrast zwischen dem historischen Gebäude und dem neuen MINT-Tower ist für mich eine schöne Abwechslung – und auch für die Schülerinnen und Schüler.“
Scrollen, um diese besondere Oskar-Nacht zu erleben!
„Ein Sommernachtstraum“ von Shakespeare in der Aula des Oskar-von-Miller-Gymnasiums – den Regler schieben, um zu sehen, wie es hier während der Sanierung aussah
Wenn am Oskar-von-Miller-Gymnasium die Musicalproben laufen, wird die Schule zur Bühne. Seit fast 25 Jahren bringen Schüler*innen hier eigene Produktionen auf die Beine – mit Chor, Band, Schauspiel und Choreografie. Über Monate hinweg wird geprobt, gesungen und an Szenen gefeilt, oft weit über den Unterricht hinaus.
Die Untertitel lassen sich rechts unten im Video ein- und ausblenden
unterrichtet Musik am Oskar – und sorgt mit den Schulmusicals seit einem Vierteljahrhundert dafür, dass regelmäßig große Bühnenmomente entstehen.
2025 stand „Ein Sommernachtstraum“ auf dem Programm – Shakespeares Komödie als Musical mit alter und neuer Musik. Über Monate hinweg probten Schüler*innen aus verschiedenen Jahrgangsstufen gemeinsam, bis sich die Aula schließlich für ein paar Abende in ein Theater verwandelte.
Am Anfang steckt man viel Arbeit in die Proben und Songs – aber am Ende kommt immer etwas richtig Cooles heraus.“
Henry
Schüler
Das Schönste ist zu sehen, wie die Kinder wachsen – manchmal merkt man schon früh, dass jemand in ein paar Jahren vielleicht einmal eine Hauptrolle auf der Bühne spielen könnte.“
Ulrich Haberl
Musiklehrer
Zwölfte und achte Klasse – das ist eigentlich ein großer Abstand. Aber durch das Musical kommt man zusammen.“
Ferdi
Schüler
Mehr Infos unter muenchen.de/neue-schulen-und-kitas